2025: Heterotopien
mota - museum of the anthropocene
Pirko Julia Schröder zum Internationalen Festival Fotografischer Bilder 2025
Finissage am 22.11. um 15:00 Uhr mit Künstlerinnenführung
Es geht um Spuren.
Um das Lesen von Zeichen und Objekten, die Menschen hinterlassen. Vom Menschen geprägte Strukturen und Phänomene bilden das Feld der künstlerischen Forschung von Pirko Schroeder – im Medium von Fotografie, Video und Raum.
Mit dem fortlaufenden Kunstprojekt “mota (museum of the anthropocene)" – dem Museum des Anthropozäns, also des Zeitalters der Menschheit – fasst Schroeder mehrere Werkgruppen enzyklopädisch zusammen. Sie rückt die Funde und ihre Dokumentation in den Bereich des Musealen. Ganz nach den klassischen Aufgaben eines Museums – sammeln, bewahren, forschen, ausstellen – werden die Fundstücke in einen übergeordneten Zusammenhang gebracht.
MOTA widmet sich der Frage, was Fundstücke über das Leben und die Lebensweisen erzählen können. Denn wo immer Menschen sind, hinterlassen sie Spuren. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl fotografisch dokumentierter Fundstücke, die an verschiedenen Orten gesammelt wurden. Diese Objekte – Zeugnisse menschlicher Aktivität – wurden nach Material, Farbe und Größe sortiert, vermessen, analysiert und katalogisiert.
Jedes Fundstück erzählt eine eigene Geschichte: von der Nutzung von Ressourcen, von den bleibenden Zeichen menschlicher Präsenz. Die Sammlung lädt dazu ein, über die Beziehung zwischen Mensch und Ding, Mensch und umgebende Umwelt, sei sie privat oder öffentlich, nachzudenken – und darüber, was bleiben wird, wenn wir selbst längst verschwunden sind.
Die Objekte stammen aus verschiedenen Werkgruppen: Aus dem häuslichen Bereich der Serien „Hausfunde“, 2020, und „Ding Ding“, 2017, sowie aus dem Bereich der zeitgenössischen Archäologie und Spurensicherung. Das umfasst die Serien „Was bleibt, wenn Künstler gehen - Atelierhaus Marienstraße“ (2020), bei der die Spuren in einem Gebäude gesichert und untersucht wurden, das mehr als 33 Jahre als Atelierhaus genutzt wurde, und „Contemporary Archeology - Excavation Site Fruga Substation Tower“, eine Serie, die die Ergebnisse einer Ausgrabung während des internationalen Künstlersymposium FRUGA ART TRAIL 2022 in Kroatien zeigt.
Pirko Julia Schröder (*1970) lebt und arbeitet als Künstlerin und Kunstvermittlerin in Nürnberg, wo sie an der Akademie der Bildenden Künste studierte. Ihre überwiegend fotografischen Arbeiten sind Dokumentationen und zugleich Übertragungen von Orten und Dingen. Raum, Zeit und menschliche Spuren bilden die zentralen Themen ihrer Auseinandersetzung – sie entspringen dem Alltäglichen und öffnen sich der individuellen Wahrnehmung der Betrachtenden.
Ausstellungsdauer: 29.10. bis 22.11. (01.11. geschlossen)
Come Back As A Flower – Eine Heterotopie des Reisens, Erinnerns und Werdens
von Caroline Corleone
Vernissage am Galerienabend, 27.09. (Die Ausstellung ist von 18:00-23:00 Uhr geöffnet.)
Finissage am Samstag, 18.10. um 15:00 Uhr. Die Künstlerin ist anwesend.
In ihrer raumgreifenden Installation im KUNSTRAUM Sigismundkapelle schafft Caroline Corleone eine Heterotopie im Sinne Foucaults: einen „anderen Ort“ innerhalb der Welt, der sich jedoch außerhalb ihrer gewohnten Ordnung befindet. Der Rosenbogen am Eingang fungiert als symbolische Schwelle, als Übergang in einen Raum des Innehaltens, der Erinnerung und der Verbindung.
Im Zentrum des Ausstellungskonzepts steht ein Archiv der Familiengeschichte: Fragmente eines gelebten Lebens - Fotografien, Briefe, Notizen -, die von einer weiblichen Biografie, von Fernweh und Aufbruch erzählen. Vom Reisen als Grenzerfahrung, als Begegnung zwischen Welt und Selbst. Schmerz und Wandlung. Corleone verdichtet diese Spuren zu einem Resonanzraum, der dazu einlädt, über individuelle und kollektive Erinnerungen des In-der-Welt-Seins nachzudenken. Die Installation in der Mitte des Raumes wird zur kontemplativen Zone, zur Oase einer imaginierten Möglichkeit: „Come Back As A Flower”.
Corleone studierte Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. In ihrer Arbeit verbindet sie ausgewählte Textilmuster mit computergenerierten Bildwelten und analoger Malerei. Sie kombiniert Materialien mit präzisen malerischen Strategien und schafft so farbintensive Mixed-Media-Arbeiten und raumbezogene Installationen.
Ausstellungsdauer: 01.10. bis 18.10. (03.10. geschlossen)
Soulmate-Collection – Kunst als Brücke zum Jenseits
Birgit Schmidmeier
Vernissage: Montag, 02. Juni 2025 um 19:30 Uhr
Die Regensburger Künstlerin Birgit Schmidmeier zeigt im Pride Monat Juni im KUNSTRAUM Sigismundkapelle im Innenhof des Thon-Dittmer-Palais Ihre Bilder zum Jahresthema „Heterotopien“.
Die „Soulmate Collection“ der Künstlerin ist eine tief emotionale Werkreihe, in der diese sich mit der liebevollen Verbundenheit zu ihrer Seelenpartnerin Nici über Raum und Zeit hinweg beschäftigt. In ihren farbintensiven, ausdrucksstarken Bildern fängt Birgit Schmidmeier dabei das Unsichtbare ein.
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein intensives visuelles Erlebnis, das der Frage nachgeht, inwiefern wir als Menschen Kontakt mit unseren geliebten Verstorbenen erleben und dadurch Trost finden können.
Birgit Schmidmeier, geboren 1973 in Regensburg, lebt seit 2020 mit ihrer Partnerin in Kallmünz. Sie ist autodidaktische Allround-Künstlerin, Autorin, Mediatorin und Versicherungsfachwirtin.
Seit der Kindheit und Jugend bringt sie sowohl ihr inneres Erleben als auch Auftragsarbeiten mit unterschiedlichen Techniken und Materialien zum Ausdruck.
Von 1997 bis 2021 zeigte Sie ihre Werkreihe „Feministischer Konkretismus“, die 15 Bilder umfasst, in Einzel-, und Gemeinschaftsausstellungen in verschiedenen deutschen Städten.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit Queeres Regensburg e.V.
Ausstellungsdauer: 03.06. bis 14.06.2025
Zusätzliche Öffnungszeit: Dienstag, 03.06.2025, 17:00-19:00 Uhr
Die Künstlerin ist zur Vernissage, sowie am Freitag, 06.06., 17:00-19:00 Uhr und
Samstag, 14.06., 13:00-16:00 Uhr anwesend.
Encounter
Vernissage am 29.04. um 19:30 Uhr
Laudatio: Christiane Settele
Die Regensburger Künstlerin Christina Kirchinger zeigt ab 30. April im KUNSTRAUM Sigismundkapelle im Innenhof des Thon-Dittmer-Palais zum Jahresthema „Heterotopien“ neue Arbeiten auf Papier. In der Ausstellung „Encounter“ werden ein Artist’s Book und 30 aquarellierte Prägedrucke zu sehen sein, in denen sie das Zeichnen selbst befragt. Zeichnen als „mode of living“ hat die Künstlerin während ihrer USA-Residencies erleben dürfen. Zeichnen als Heterotopie, als Gegenraum zur alltäglichen Lebenswelt, verläuft parallel zum Leben selbst und ist ebenso wie das Leben gekennzeichnet von einem unermüdlichen Ringen einerseits und einer freien Entfaltung andererseits.
Das Künstlerbuch ist ungebunden, besteht aus gefalteten Japanpapieren. Die Transparenz des feinen Papiers erzeugt im Hindurchscheinen – dem Vorwegnehmen der Zeichnung der nächsten Seite auf der vorangehenden Seite – neue Zeichnungen zwischen den Seiten. Weiße und schwarze Formen treffen aufeinander, begegnen sich, formen und verändern sich. Dieselben Motive, die sich durch das Artist’s Book ziehen, werden an der Wand wieder aufgegriffen. Die Spuren, welche die Künstlerin in Form von Einprägungen im Bütten hinterlässt, reagieren auf die schwarzen Formen, die sich ihnen in den Weg stellen, oder entfalten sich frei, scheinen schwerelos zu fliegen.
Christina Kirchinger lebt in Regensburg. Sie erhielt 2015 ihren Master of Arts in Kunsterziehung und Ästhetischer Bildung an Universität Regensburg. Seit 2016 ist sie Doktorandin am Institut für Kunsterziehung und Ästhetische Bildung.
Sie wurde bereits mit mehreren Preisen, Stipendien und Residenzen ausgezeichnet. In den Jahren 2022 und 2024 erhielt sie ein Aufenthaltsstipendium am Virginia Center for the Creative Arts (VCCA) in den USA und 2025 eine Residenz im Chalet Lecoq in Clermont-Ferrand, Frankreich. Sie zeigte mehrere Einzel- und Doppelausstellungen, unter anderem in der Städtischen Galerie Regensburg, bei GEDOK München, im Kunstverein Ebersberg und bei Matjö Köln. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen renommierten nationalen und internationalen Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechien und den Vereinigten Staaten gezeigt.
Ausstellungsdauer: 30.04.-24.05.
roots entangled - in fragments we reside
Vernissage: 18.03., 19:30 Uhr
Der Fingerstyle-Gitarrist Vincent Babl wird den Abend mit eigenen Kompositionen eröffnen und musikalisch begleiten.
Iman Kletke, geboren 1998 in Fürth, schloss 2024 ihr Studium der Freien Kunst mit Schwerpunkt Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg ab, lebt und studiert seitdem in Berlin.
Ihre künstlerische Arbeit umfasst verschiedene Medien, darunter Zeichnung, Skulptur, Malerei und Installation - welche sich klaren Kategorisierungen entziehen und trotz ihrer Prägnanz vieldeutige Formen annehmen. Wesentlicher Bestandteil ihrer Praxis ist die Auseinandersetzung mit Themen wie Liminalität, Transgenerationalität, Marginalisierung, Entfremdung sowie Relation zur (Um-)Welt und Verortung in (restriktiven) Systemen.
Ausstellungsdauer: 19.03.-12.04.
Ausstellung in Kooperation mit Solwodi Regensburg
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 08.03. zeigen wir vom 06.03. bis 08.03. eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit SOLWODI Regensburg
Soda Javani, Zara Khalilzade und Fatemeh Shiri,
drei iranische und kurdische Künstlerinnen zeigen ihre Arbeiten.
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Freitag: 17:00 bis 19:00 Uhr, Samstag: 14:00 bis 17:00 Uhr
Die Künstlerinnen sind anwesend.
