Projekt „Food for Thought“ – Gemeinsam Ernährung neu denken

Das internationale Projekt “Food for Thought” der International Network of Michelin Cities (INMC) wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Clermont-Ferrand und der Organisation ANIS Etoilé umgesetzt. Ziel ist es, unsere Beziehung zu Lebensmitteln grundlegend zu stärken.
Wieso?
Unser heutiges Ernährungssystem ist geprägt von industrieller Massenproduktion, hochverarbeiteten Lebensmitteln und globalen Lieferketten. Der Bezug zu Herkunft, Saisonalität und traditionellen Kochtechniken geht, besonders bei jungen Generationen, zunehmend verloren. Gleichzeitig stehen wir vor großen ökologischen und gesundheitlichen Herausforderungen.
„Food for Thought“ setzt genau hier an: Das Projekt bringt Menschen wieder näher an ihre Lebensmittel, fördert regionale Wertschöpfungsketten und stärkt die Weitergabe von kulinarischem Wissen zwischen den Generationen.
Die Mission
Das Projekt verbindet lokale Behörden, Schulen, Fachkräfte aus dem Bildungsbereich, Köchinnen und Köche, Seniorinnen und Senioren sowie lokale Produzentinnen und Produzenten.
Im Mittelpunkt stehen:
- Nachhaltigkeit: Förderung regionaler, saisonaler und pflanzenbetonter Ernährung sowie kurzer Lieferketten
- Bildung: Sensibilisierung von Kindern und pädagogischem Personal für gesunde und ethische Konsumentscheidungen
- Weitergabe von Wissen: Stärkung des generationenübergreifenden Austauschs und Bewahrung kulinarischer Traditionen
Ziel ist es, insbesondere Kinder im Alter von etwa 10 Jahren für nachhaltige Ernährung zu begeistern und sie gemeinsam mit Seniorinnen und Senioren praktische Kocherfahrungen sammeln zu lassen.
Projektablauf
Phase 1: Internationale Schulung (3 Tage in Clermont-Ferrand)
Im April 2026 findet eine dreitägige internationale Fortbildung in Clermont-Ferrand statt.
Das Training wird von ANIS Etoilé durchgeführt und richtet sich an:
- Lehrkräfte und pädagogisches Personal
- Professionelle Köchinnen und Köche
Im Mittelpunkt steht das Thema „Klima und Ernährung auf dem Teller von Kindern“. Neben praxisnahen Methoden, Kochworkshops und pädagogischen Werkzeugen steht der Austausch bewährter Praktiken im Mittelpunkt. Zudem erhalten die Teilnehmenden Einblicke in lokale Initiativen, nachhaltige Ernährungspolitik sowie in Schulen, landwirtschaftliche Betriebe und generationenübergreifende Einrichtungen vor Ort.
Phase 2: Workshops & Exkursionen vor Ort (Schuljahr 2026–2027)
Nach der Schulung setzen die Teilnehmenden das Projekt in ihrer Stadt um:
- Organisation von Koch- und Sensibilisierungsworkshops für Kinder
- Generationenübergreifende Formate mit Seniorinnen und Senioren
- Exkursionen zu lokalen Produzentinnen und Produzenten
- Stärkung regionaler Netzwerke
Zur Unterstützung erhält jede teilnehmende Stadt ein Budget für ein mobiles Koch-Set, das flexible Workshops auch außerhalb klassischer Küchenräume ermöglicht.
Gemeinsames Rezept- und Projektbuch
Alle beteiligten Städte arbeiten an einer gemeinsamen Publikation, die:
- Projektaktivitäten und lokale Initiativen vorstellt
- traditionelle Rezepte und regionale Besonderheiten präsentiert
- nachhaltige gastronomische Identität sichtbar macht
- touristische Perspektiven aus Sicht von Kindern, Senioren und Fachkräften beleuchtet
Die Veröffentlichung ist für 2027 geplant.
Jetzt mitmachen!
Gesucht werden:
- Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern im Alter von etwa 10 Jahren arbeiten
- Professionelle Köchinnen und Köche, insbesondere mit Interesse oder Erfahrung in der Durchführung von Kochworkshops für Kinder
- Fachpersonen, die bereit sind, im April 2026 an der dreitägigen Schulung in Clermont-Ferrand teilzunehmen (Arbeitssprache: Englisch)
Wer sich aktiv für nachhaltige Ernährung, regionale Produkte und generationenübergreifenden Austausch einsetzen möchte, ist herzlich eingeladen, Teil dieses internationalen Projekts zu werden.
