Programmbereich Gesellschaft

Kursbereiche >> Gesellschaft >> Politik & Gesellschaft

Kommende Kurse

freie Plätze Philosophinnen der Stunde-Corine Pelluchon

( Mi., 15.2., 19.30 Uhr )

Corine Pelluchon (* 1967). Pelluchon lehrt derzeit an der Universität Gustave-Eiffel-Marne-la-Valleé und ist Mitglied des Hannah Arendt Interdisciplinary Laboratory for Political Studies. Zu ihren Hauptarbeitsgebieten zählen u.a. die Angewandte Ethik, die sie auf alle Formen des Lebendigen, also Pflanzen, Tiere, Menschen und deren Umwelten bezieht (Bio- und Umweltethik), die Politische Ökologie und die Moralphilosophie. In dem Werk "Das Zeitalter des Lebendigen. Eine neue Philosophie der Aufklärung" (dt. 2021) fordert Pelluchon, das Projekt der Aufklärung des 18. Jahrhunderts „im Zeitalter des Lebendigen und des Humanismus mit der Ökologie über die Phänomenologie der Ernährung“ neu zu denken, um darüber „den Menschen in der Materialität seiner Existenz, in seiner körperlichen und irdischen Bedingtheit zu beschreiben und damit den Weg zu einem nichthegemonialen Universalismus zu ebnen“. Die beiden Veranstaltungen beabsichtigen, die beiden Philosophinnen in ein Gespräch miteinander zu bringen, um das Projekt Aufklärung aktuell neu zu denken.

freie Plätze Individualismus – Wege und Irrwege

( ab Mo., 13.3., 18.30 Uhr )

Insbesondere in den westlichen Ländern ist man auf der Suche nach dem verlorenen Wir. Der Verlust sozialer Kohärenz zwingt angesichts einer extremen Polarisierung in den Gesellschaften, des Niedergangs der Debattenkultur und eklatanter Demokratieprobleme dazu, den Ursachen einer längeren Entwicklungslinie nachzugehen. In einem ersten Überblick wird das sich aus Gruppenzugehörigkeiten herauslösende Individuum in der griechischen Philosophie, im Christentum bis zur Renaissance und Reformation betrachtet.

Die im 15. und 16. Jahrhundert markante Konstitution des autonom werdenden Individuums findet in der Philosophie des deutschen Idealismus (Kant, Fichte, Schelling) ihre herausragende Formulierung. Schon mit Hegel, dann Marx und der entstehenden Soziologie wird man sich der Bedenklichkeit des gefeierten allmächtigen Individuums bewusst. Und die Versuche in der bürgerlichen Gesellschaft mehren sich, wie die Spannung zwischen dem Einzelnen und dem Wir konfliktarm behoben werden können (Sozialismus, Anarchismus, Nationalismus)

Das zwanzigste Jahrhundert zeigt zwei große Versuche, das Ich-Wir-Problem mit Gewalt zu lösen: Kommunismus, Faschismus. An diesen historischen Beispielen kann die grundsätzliche Problematik entfaltet werden und für die neuerliche Krisensituation nach friedlichen Lösungen Ausschau gehalten werden. Wie kann aus einer Gesellschaft mit isolierten Subjekten eine solidarische Gemeinschaft entstehen, jenseits von passiven Kollektiven und rassistischen Volksgemeinschaften, jenseits von neuerdings pandemisch verordneten Angstgemeinschaften.
E-Residency – Vorbild Estland? Seit 2014 vergibt der estnische Staat digitale Staatbürgerschaften, die einen Zugang zu etlichen digitalen Dienstleistungen ermöglichen und somit insbesondere junge Start-ups oder Digitale Nomaden anlocken soll. Besonders für Bürgerinnen und Bürger aus Staaten mit einer vergleichsweise schwachen Staatlichkeit ermöglicht die Geschäftsgründung innerhalb der Europäischen Union eine gewisse Rechtssicherheit. Die Einführung der digitalen Staatsbürgerschaft war mit der Hoffnung verbunden, Estland könne binnen weniger Jahre zu einem internationalen Handelszentrum aufsteigen, hierfür sollten bis 2025 mindestens 10 Millionen digitale Staatsbürgerschaften ausgegeben werden.
Zeit also für eine erste Bilanz: Haben sich die Hoffnungen des kleinen Staats im Baltikum erfüllt? In welcher Form profitiert die Europäischen Union von der digitalen Staatsbürgerschaft? Und kann dieses Modell für weitere Staaten als Vorbild dienen?

Diese Veranstaltung ist Teil der Webtalk-Reihe "Demokratie im Gespräch", einer Kooperation der Volkshochschulen in Bayern mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Expert*innen referieren zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung findet als Zoom-Webinar statt, d.h. Sie werden nicht gesehen und gehört in der Veranstaltung und können sich über den Chat beteiligen. Den Link zur Veranstaltung bekommen Sie spätestens am Tag der Veranstaltung per E-Mail zugeschickt.
Postmodernen Gesellschaften fällt es zunehmend schwerer, Angebote zur Befriedigung von grundlegenden Bedürfnissen wie dem Wunsch nach Gemeinschaft, Identifikation und klaren Werte- und Handlungsorientierungen zu formulieren. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene auf der Suche nach Sinnstiftung und Zugehörigkeit sind daher vielversprechende Zielgruppen für Narrative gewaltbereiter extremistischer Strömungen. Die vergangenen beiden Jahrzehnte haben dabei gezeigt, dass neben dem Rechtsextremismus auch der Islamismus nicht aus dem Blick verloren werden sollte. So sind zwischen 2012 und 2016 über 500 Jugendliche und junge Erwachsene unter 26 Jahren aus Deutschland in Richtung Syrien und Irak ausgereist, um sich dem sog. Islamischen Staat anzuschließen.

Der Vortrag soll Grundkenntnisse zum Phänomen des Islamismus sowie zu Radikalisierungsprozessen vermitteln und die Teilnehmenden dazu befähigen, potenzielle Anzeichen zu erkennen und einzuschätzen. Überdies wird ein Überblick über die Netzwerke der Extremismusprävention gegeben sowie Anlaufstellen mit ihren Beratungsangeboten vorgestellt.

freie Plätze Rechtsextremismus im digitalen Zeitalter

( Mo., 27.3., 19.00 Uhr )

Digitaler Faschismus: Die sozialen Medien als Motor des Rechtsextremismus Die Digitalisierung hat das Erscheinungsbild, die Organisation und die Erfolgschancen der extrem rechter Akteure stark beeinflusst. Insbesondere die horizontalen Strukturen der sozialen Medien trugen dazu bei, dass sich Rechtsextreme neu aufstellten und weit mehr Menschen mit ihrer Propaganda erreicht als zuvor. Gleichzeitig sehen wir in digitalen Räumen neue Anreize entstehen, sich rechtsextremen Bewegungen anzuschließen: Von Aufmerksamkeit und Provokation bis hin zu ökonomischen Interessen. Aus den schwer kontrollierbaren digitalen Subkulturen entwickelten sich schließlich neue Dynamiken des Rechtsterrorismus, die sich global verbreiten. Dieser Vortrag soll die neuen Handlungsebenen mit den Strukturen digitaler Plattfomen in Beziehung bringen und diskutieren, was seine Einhegung so schwierig macht.
In diesem Workshop gehen wir auf die Funktionsweise von Social Media (TikTok, Twitch und Insta) ein. Wie schaffen es Algorithmen uns, teils unbewusst, in gewisse "Bubbles" und "Welten" zu bringen. Wir sehen uns gemeinsam an, wie das geschieht und auf welchen Plattformen das vor allem sehr schnell, sowie einfach passiert. Danach gehen wir auf einen bewussten Umgang mit Social Media ein. Wir sehen uns Handlungsweisen bei negativen Erfahrungen und Entwicklungen in Bezug auf Hatespeech und Radiklisierung an. Zudem lenken wir unseren Blick darauf, wie Social Media sinnvoll und positiv genutzt werden kann.
Am 24. Februar 2022 ist Russlands acht Jahre zuvor begonnener Krieg gegen die Ukraine in eine neue Phase getreten. Jetzt geht es dem Kreml nicht mehr nur um territoriale Eroberung, sondern um die Auslöschung der ukrainischen Nation. Der Vortrag diskutiert folgende Fragen: Warum überfällt Russland seinen Nachbarn? Wie verlaufen die Kampfhandlungen? Welche Rolle spielt der Westen und insbesondere Deutschland in diesem Krieg? Was sind seine Folgen? Und: Wie kann er enden?

Stephan Bierling ist seit 2000 Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg. 2013 wurde er in einem deutschlandweiten Wettbewerb zum "Professor des Jahres" gewählt. Er hat 13 Bücher und mehr als 50 Aufsätze veröffentlicht, vor allem zur deutschen und amerikanischen Außenpolitik und zu den globalen Machtverschiebungen. Regelmäßig kommentiert er aktuelle Entwicklungen der internationalen Politik für ARD, Phoenix, BR, Neue Zürcher Zeitung, FAZ und Cicero. Zuletzt erschienen von ihm im Verlag C.H. Beck "Nelson Mandela. Rebell, Häftling, Präsident" und "America First. Donald Trump im Weißen Haus".

Der Vortrag wurde im November 2022 geplant, der Inhalt des Vortrages geht auf die aktuelle Situation zum Zeitpunkt der Veranstaltung ein.

freie Plätze Gesundheitsdatenschutz in der EU - online

( Mi., 19.4., 19.00 Uhr )

Gesundheitsdaten genießen enormen Schutz. Zurecht, betreffen sie doch alle Informationen über den Gesundheitszustand einer Person in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft und damit höchst intime Fragen. Eine der Lehren aus der Pandemiebekämpfung liegt jedoch darin, dass eine Erfassung und Analyse entsprechender Daten aufkommende Pandemien systematisch erfassen und deren Fortschreiten möglicherweise verhindern kann. Wie sehen also Maßnahmen aus, welche das öffentliche Interesse an Gesundheitsdatenverarbeitung zur Pandemiebekämpfung und die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen in Balance halten? In diesem Webtalk befassen wir uns mit den aktuellen Rechtsentwicklungen beim Gesundheitsdatenschutz, insbesondere auf der europäischen Ebene.

Diese Veranstaltung ist Teil der Webtalk-Reihe "Demokratie im Gespräch", einer Kooperation der Volkshochschulen in Bayern mit der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit und der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Expert*innen referieren zu den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Diskutieren Sie mit! Die Veranstaltung findet als Zoom-Webinar statt, d.h. Sie werden nicht gesehen und gehört in der Veranstaltung und können sich über den Chat beteiligen. Den Link zur Veranstaltung bekommen Sie spätestens am Tag der Veranstaltung per E-Mail zugeschickt.

freie Plätze Philosophie(ren) In Krisenzeiten

( ab Mi., 19.4., 19.30 Uhr )

Die Veranstaltung versucht, zwei in Politik, Wissenschaft, Gesellschaft und Kunst höchst aktuelle wie kontrovers diskutierte Begriffe/ Konzepte zu klären. Natur ist auf der einen Seite der romantische Sehnsuchtsort von Ursprünglichkeit, Reinheit, Gesundheit und Glück: also ein Heilversprechen, dass es entweder im Sinne eines „retour á la nature“ (Jean Jacques Rousseau) einzulösen gilt, oder angesichts der verheerenden Folgen des „Anthropozän“ (Bruno Latour) im Sinne einer neo-ökologischen „next-nature“ zukünftig – im wahrsten Sinne des Wortes endlich – zu realisieren gilt. Natur kann im Sinne Platons die ewig wesenhafte Idee einer Sache meinen, oder im Sinne von Lovelocks GAIA die kosmischen Zusammenhänge von Allem mit Jedem. Auf der anderen Seite begegnet äußere Natur dem Menschen als einem – aufgrund seiner eigenen inneren Natur – „verletzbaren Wesen“ (H. Popitz) in vielfältigen Erscheinungsformen als zerstörerische Gewalt, die als physische und psychische Erkrankungen des Menschen oder als katastrophische Wetterereignisse und Umweltzerstörungen seine individuelle wie kollektive Gesundheit, Sicherheit und Schutzbedürftigkeit bedrohen und vernichten. Diese Spannbreite des Verständnisses von Natur versucht die Veranstaltung auszumessen. Dabei sollen Klassiker wie aktuelle Positionen von Natur- und Kulturphilosophie herangezogen und unter der These diskutiert werden, dass Natur ein historisch wechselndes und kulturell, sozial und wissenschaftlich bedingtes Konstrukt ist. Vergleichbares gilt für den – oft als Gegenbegriff zu Natur gesehenem – Begriff der Kultur, der ein ähnlich schillerndes und bisweilen widersprüchliches Konstrukt ist. Für die einen ist Kultur eherner Kern und wahrer Stolz einer „Kulturnation“, für die anderen steht in Frage, ob Kultur überhaupt „systemrelevant“ ist, was in nicht wenigen Corona-Diskussionen verneint wurde. Welche Kultur dabei gemeint oder verneint wurde, blieb dabei kontrovers: identitätsstiftende Nationalkultur, kulturindustrielle Massenkultur, bildungsbürgerliche Hochkultur oder popkulturelle Subkultur? Auch diese Spannbreite des Verständnisses von Kultur sucht die Veranstaltung mit der Lektüre und Diskussion einschlägiger Positionen und Konzepte auszuloten.

freie Plätze Klimakrise - Ein Basisworkshop

( Do., 20.4., 19.00 Uhr )

Nachhaltigkeit hier, Klimawandel dort - Ob in Werbung, Unternehmen oder Wissenschaft, diese Begriffe werden oft verwendet, doch was hat es wirklich damit auf sich? Was ist wichtiges Wissen hierzu und was sind relevante Fähigkeiten, die benötigt werden, um ein nachhaltiges Jetzt und Morgen aktiv gestalten zu können?
Der Workshop erklärt leicht verständlich Zusammenhänge von Gesellschaft und Umweltfaktoren, wie Klimawandel, Biodiversität, Verschmutzung und Ressourcenknappheit zusammenhängen.

Seite 1 von 2

Kontakt

Sie haben Fragen zur Anmeldung?

Service-Team

Telefon 0941 / 507-2433
E-Mail: service.vhs@regensburg.de

 

 

Sie haben inhaltliche Fragen oder Anregungen?

Programmbereichsleitung Gesellschaft

Michaela Gebhard

Telefon: 0941 507-2439
E-Mail: gebhard.michaela@regensburg.de

weitere Informationen >>>

 

Unser Förderverein – machen Sie mit!

Der Förderverein "Wissen und mehr" der Volkshochschule engagiert sich für Bildungsgerechtigkeit und hilft beispielsweise dabei, Schulabschlüsse nachzuholen. Wenn Sie die Arbeit der vhs gut finden, gerne unsere Angebote nutzen, dann freuen wir uns, wenn Sie im Förderverein mitmachen. Gleichzeitig können Sie vergünstigt an Veranstaltungen und Kursen teilnehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier oder rufen Sie uns einfach an unter der 0941 / 507-1432




Themen

freie Plätze
freie Plätze
fast ausgebucht
fast ausgebucht
auf Warteliste
auf Warteliste
Kurs abgeschlossen
Kurs abgeschlossen
Keine Online-Anmeldung möglich
Keine Online-Anmeldung möglich

Aktuelles


Bestellen Sie Ihr persönliches Programmheft...

...und wir schicken Ihnen ein Exemplar kostenfrei nach Hause!


Zwischen Wut und Mut – Sicherheit vermitteln in unsicheren Zeiten

Pädagogikreihe 2023: Vorträge, Gesprächsabend, Podiumsdiskussion


Philosophinnen der Stunde

Corine Pelluchon, am 15.02.

Foto: Hannah Voggenhuber; www.unsplash.com

Klimawandel – Klimakatastrophe!

Spannende Vorträge und Workshops ab Ende Januar 2023

"Klimawandel - Klimakatastrophe!" 2023

Kontakt und Anmeldung

contact / registration

Volkshochschule der Stadt Regensburg
Thon-Dittmer-Palais
Haidplatz 8
93047 Regensburg

Tel.: 0941 507-2433
Fax: 0941 507-4439 

E-Mail: service.vhs@regensburg.de

Reguläre Öffnungszeiten

regular opening hours

Thon-Dittmer-Palais, Haidplatz 8:

Montag bis Mittwoch monday to wednesday
10 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr 

Donnerstag thursday
geschlossen - closed

Freitag friday
10 bis 12 Uhr

BiC BildungsCenter im KÖWE, Dr.-Gessler-Str. 47, 1. OG (Raum A):

Donnerstag thursday 
10 bis 13 Uhr und 14 bis 17.30 Uhr

 

Newsletter

Möchten Sie regelmäßig über Neuigkeiten aus der vhs informiert werden? Neben Facebook steht Ihnen auch unser monatlicher Newsletter zur Verfügung. Zum Anmelden einfach hier klicken.

Sie möchten den Newsletter wieder abbestellen? Zum Abmelden einfach hier klicken.

VHS
Grundbildung
lernportal