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07.06.2018 10:33
Kategorie: Allgemeine News, Stadtbücherei

Cornelia Wabra nach 25 Jahren verabschiedet

Langjährige Leiterin der Volkshochschule und des Amtes für Weiterbildung geht in den Ruhestand


Nach 38 Jahren in der Erwachsenenbildung, davon 25 Jahren an der Volkshochschule der Stadt Regensburg, 13 Jahren als stellvertretende Leiterin und vier Jahren als Leiterin des Amtes für Weiterbildung verabschiedete sich Cornelia Wabra in den Ruhestand.

Die gebürtige Niederbayerin kam nach Regensburg zum Studium der Pädagogik und blieb. Sie setzte sich vor Ort von Anfang an für die Erwachsenenbildung ein – ein Betätigungsfeld, dem genau zu dieser Zeit durch die Professionalisierungsphase in der Erwachsenenbildung mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde. „Den Sinn für Gerechtigkeit – den schärften schon meine Eltern“, sagt sie rückblickend auf ihre berufliche Laufbahn und ihren Einsatz für eine „Bildung für Alle“.
Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf lag ihr – beruflich wie privat – sehr am Herzen. Sie gründete 1983 mit engagierten Eltern die erste Regensburger Krabbelstube am Ölberg. So konnte sie als Mutter dreier Söhne fast durchgehend berufstätig bleiben. 1993 wechselte sie vom Evangelischen Bildungswerk – ihrer ersten beruflichen Station – an die Volkshochschule der Stadt Regensburg und setzte sich zunächst als Leiterin eines Modellprojekts für Berufsrückkehrerinnen ein. Schließlich leitete sie die Beratungsstelle „Frau und Beruf“ und den Programmbereich Beruf, wo sie unter anderem mehrere Jahre in Folge die Frauenberufsmesse „dialog“ auf die Beine stellte, welche wohl den meisten teilnehmenden Organisationen und Besucherinnen unvergessen bleibt. Von Anfang an begleitete und organisierte sie den Margarethe-Runtinger-Preis, der frauen- und familienorientierte Unternehmen in und um Regensburg auszeichnet.

Mit der Zusammenlegung von Bücherei und vhs zum Amt für Weiterbildung übernahm sie 2005 die Leitung der Abteilung Volkshochschule und die stellvertretende Amtsleitung. Wichtige Projekte und Schwerpunkte wurden von ihr initiiert, voran gebracht oder weitergeführt, wie z.B. die „Zweite Chance“ zum Nachholen von Schulabschlüssen, der Lernpunkt in den BildungsCentern mit Bildungsberatung, die „Sommer-Volkshochschule“ aber auch der Aufbau der Kooperation mit Universität und Fachhochschule Regensburg oder die Entwicklung der sog. Erziehungsreihe. Sie prägte damit wesentlich die Regensburger Weiterbildungslandschaft. Die räumliche Ausweitung der Einrichtung und die Präsenz in den Stadtteilen wurden u.a. durch die Eröffnung der BildungsCenter in Königswiesen und im Candis-Viertel vorangebracht, in denen sowohl die Bücherei als auch die vhs vertreten sind.
Mit der Übernahme der Leitung des Amtes für Weiterbildung 2014 mit den Abteilungen Volkshochschule, Stadtbücherei und Zentraler Service setzte sie sich insbesondere für die Themenfelder Digitalisierung, Integration (über Sprache hinaus) und die inhaltliche Zusammenarbeit mit der Bücherei, die in Bayern als vorbildhalft gilt, ein.
„Die Loyalität und Verlässlichkeit von Conni Wabra in allen Phasen unserer Zusammenarbeit wird mir immer als sehr angenehm und positiv in Erinnerung bleiben“, so Dr. Hermann Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit.
Dem Bayerischen Volkshochschulverband bleibt sie noch bis zum Ende der Wahlperiode als 2. Vorsitzende erhalten und engagiert sich in dieser Funktion zudem auch auf Bundesebene beim Deutschen Volkshochschulverband. Als 2. Vorsitzende im Förderverein „Wissen und mehr“ der Volkshochschule ist sie weiterhin „ihrer“ vhs verbunden.

„Erwachsenenbildungsarbeit ist“, wie Cornelia Wabra sagt „eine der spannendsten, sinnvollsten, innovativsten, abwechslungsreichsten und vielfältigsten Aufgaben“ und ihr werde die Arbeit und der tägliche Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen und Kunden sicherlich fehlen. Zum Abschied überreichten ihr ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Amt für Weiterbildung das Originalkunstwerk des Regensburger Künstlers Sigurd Roscher als Andenken an ihr „letztes“ vhs-Programmheft.
„Stadtbücherei und Volkshochschule begegnen den aktuellen gesellschaftlichen Trends mit innovativen Lösungen und sind gut für die Zukunft aufgestellt. Eine neue Leitung kann sich freuen.“, so Cornelia Wabra bei ihren Abschiedsworten.
„An Ideen und kreativen Lösungen, Offenheit für Neues, Sinn für Machbares und Kontaktfreudigkeit mangelte es ihr nie – das sind sicher die besten Voraussetzungen für einen guten Start in die neue Lebensphase“, so Sarah Weber, die stellvertretende Amtsleiterin im Amt für Weiterbildung.




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